Deutschlands Willkür

Es wird hier um meine Geschichte gehen. Eine Geschichte eines getrennt lebenden Vaters und die Willkür des Staates und seiner Ämter. Es wird keine schöne Geschichte, aber ich hoffe, dass sie irgendwann gut ausgeht. Ich nenne keine Namen...nur werden einige Personen nicht gut dabei wegkommen. Sie soll zum Nachdenken anregen, zum Nachdenken über die Auslegung von Rechten und Gesetzen, die irgendwann einmal beschlossen worden sind und doch nicht eingehalten werden. Meine Ausführungen, die ich hier niederschreibe, kann ich im Zweifelsfall auch beweisen. Wenn ich die gesamte Geschichte schreiben würde, ihr würdet sie nie glauben.

Die Vorgeschichte werde ich im Block niederschreiben, ab einem von mir bestimmten Datum nutze ich diesen Bereich als Tagebuch, an dem ich die Leser teilhaben lasse

 

Gut, ich fange mal an. Am 19. April 2009 wurde mir in meiner damaligen Beziehung bewusst, dass ich so nicht weiterleben kann. Ich war der Notnagel für alle. Meine Nerven lagen blank und ich hatte es satt, jeden Tag arbeiten zu gehen und abends in eine Wohnung zu kommen, die tagsüber nicht gepflegt wurde. Ergo: es stank, Geschirr stapelte sich, Wäsche war zwar gewaschen, stand aber schon mehrere Tage im Badezimmer...unaufgehängt. Meinereiner also samstags und sonntags ran und auch noch die Hausarbeit erledigt. Madame brüstete sich ja damit, dass unsere Tochter (mein Sonnenscheinchen) zu beaufsichtigen ja ein 24-Stunden-Job wäre und sie keine Zeit habe, sich um den Haushalt zu kümmern. 

Nun denn, 2008 lernte ich meine jetzige Partnerin kennen. Durch diverse eigene psychische Probleme war sie geschult und machte mir klar, dass ich mich selbst in diesem Moment vergass. Und sie riet mir immer wieder, dass ich es doch mal mit Gesprächen versuchen sollte...und ja nicht locker lassen. Eigentlich war meine Beziehung damals schon am Ende, nur wollte ich das nicht wahrhaben.

Wie gesagt, ich hatte Ille damals nur als gute Bekannte...alles Andere kam später. 

Der 19. April 2009...es begann mit dem Satz: Wir müssen reden...

Dieser Satz bedeutet meist den Anfang vom Ende. Diverse Unterstellungen später wusste ich: ich bin mir selbst mit der zeit untreu geworden...und ich liebte diese Frau vor mir nicht mehr...alles was uns noch verband war das Kind. Ein Wort ergab das Andere...und so ging es in die Brüche. Für mich selbst war es eine Erleichterung...ich war wieder frei. Nur die Sache mit dem Besuchsrecht machte mir Kummer. Meine Ex blieb im selben Ort, so konnte ich meine Tochter oftmals sehen...bis der erste Brief ihres Anwalts bei mir ankam: Wir fordern Sie auf, das Aufenthaltsbestimmungsrecht abzugeben...nix da, dachte ich, ich will ja auch noch ein Wörtchen mitzureden haben. Dachte ich. Aber trotzdem konnte sie sich ungestraft in ihren Geburtsort absetzen. Nicht in aller Heimlichkeit wie geplant, denn ich erfuhr per Zufall, dass sie sich entfernen wollte. Auf meine Anfrage, was denn Masse wäre wurde mir mit dem Anwalt bzw. mir Anzeige wegen Verleumdung gedroht. Ein Termin beim Jugendamt in Aschaffenburg folgte. Siehe da, ich hatte zwar noch theoretisch ein Mitspracherecht in Sachen Aufenthalt meiner Tochter, aber da ich nur der Erzeuger war...ergo: meine Ex durfte umziehen in den Landkreis Schweinfurt.

So blieb es wieder an mir hängen, ein System für die Umgangsregelung zwischen meiner Tochter und mir zu erarbeiten. Nun gut, ich plädierte für eine gesamte Woche im Monat wegen der Fahrzeit und der Entfernung zwischen den Aufenthaltsorten. Es fand Anklang bei allen...zumindest bis zum Umzug meiner Ex. Danach wurde alles ad acta gelegt, weil sie sich komischerweise nicht an diese Vereinbarung vor dem Jugendamt Aschaffenburg erinnern konnte. Unser Betreuer in Aschaffenburg entschuldigte sich daraufhin bei mir...bis dato war er neutral, aber ab dem Zeitpunkt dieser Aussage meiner Ex wusste er, wo der Hase langläuft. Leider brachte mir das nichts mehr. Er meinte, dass meine Ex absolut unzuverlässig wäre und er das zu spät bemerkt hätte. Nur leider half mir das nicht weiter.

Nun war das Jugendamt Schweinfurt für mich zuständig. Junge, noch nie habe ich eine solche Ansammlung von Ignoranz und Inkompetenz erlebt. 

Es begann damit, dass ich einen aufgezwungenen Termin an einem Wochentag morgens um 8:15 wahrnehmen musste. Das bedeutete für mich: einen Tag Urlaub nehmen und hinfahren. Da ja auf der kürzeren Strecke zwischen A´burg und Schweinfurt massive Bauarbeiten angesagt waren, musste ich über Fulda fahren...das heisst, dass ich für die einfache Strecke 200 km veranschlagen musste, diese in knapp 2 Stunden fahren konnte. Als ich denn dort ankam, wurde mir gesagt, dass meine Ex ohne mein Wissen den Termin um mindestens eine Stunde verlegt hatte. Nur war sie zu dem Zeitpunkt schon im Gebäude, um ihren Wagen umzumelden. Nach 3 Monaten. Hier in A´burg wird man nach einem Monat ohne Ummeldung schon angezählt, aber egal. ich bat die nette Dame vom Jugendamt, bitte meine Ex zu holen. Und wieder begann der Zoff von vorn. Ich sollte mich rechtfertigen und meine Ex war das arme verlassene Mädchen.

Alles endete damit, dass ich zähneknirschend ein Umgangsrecht nur alle 3 Wochen bekam...wegen der Entfernung. Nur wollte Madame mir das auch untersagen, so kam es zum Gerichtsurteil.

Auch an dieses wollte "man" sich nicht halten, so kam dann auch die Anklage: Wenn die Kleine bei Dir war, kommt sie aggressiv zurück. Ergo: auch diese Termine wurden teilweise gecancelled. 

Eigentlich wurde mir von der netten Tante vom Jugendamt Schweinfurt nahegelegt, meine Umgangstermine zu streichen. Da ich mir aber keiner Schuld bewusst bin, habe ich ihr per Mail geantwortet, dass sie dann wohl die Verantwortung dafür übernehmen sollte...keine Reaktion. Es folgte meinerseits ein Einschreibebrief...nein, zwei...an sie selbst und an den Amtsleiter des Jugendamts Schweinfurt. Was folgte war reine Ignoranz. So viel zu dem Jugendamt Schweinfurt. Kompromisslos, ignorant und inkompetent.

Und am letzten Montag, den 19.12.2011, kam der Anruf meiner Ex..."man" (d.h. auch ihre Anwältin, die mir das Umgangsrecht gerichtlich verbieten wollte...wollte gegen ein Urteil, das rechtlich nicht anfechtbar ist, angehen) kann mir wohl meine Tochter nicht über Weihnachten entziehen. Nach vielen Rückschlägen "darf" ich sie nun holen...wie im Gerichtsurteil schon lange bestätigt wurde.

Und nun fängt das Tagebuch an.

 01.01.2012

Nachdem nun meine Tochter den Jahreswechsel bei uns verbringen durfte, muss ich sie morgen wieder nach Hause (was auch immer das heissen mag) bringen. Wie ich habe läuten hören, soll die Mutter-Kind-Kur wohl demnächst anstehen. Rein rechnerisch darf ich meine Kleene nächstes Wochenende wieder abholen. Ob ich "Madame" darauf ansprechen soll? Und auf die Kur? Man wird sehen...ich werde alles hier niederschreiben. Theoretisch weiss ich ja von gar nichts, mal sehen, wann "man" mich aufklärt...

 

10.01.2011

 

Nun denn, heute wollte ich meine Tochter anrufen. Ich hörte sie nur im Hintergrund ganz hysterisch schreien: Ich will nicht mit dem Papa sprechen !!! Ich frage mich so langsam was man ihr über mich erzählt. Ich habe ja so meine Vermutungen...gut, ab Ende Januar sind meine Ex und die Kleene ja auf Mutter-Kind-Kur...mal sehen was die Mädels und Jungs dort aufgetischt bekommen. Ich denke, dass "man" wieder gefährliche Halbwahrheiten über mich verbreiten wird (wie eigentlich immer). Aber ich lasse mich nicht beeindrucken. Wer mich kennt, weiss, wie ich bin und dass ich zwar mit dem Mundwerk oft austeile aber nicht handgreiflich werde. Ich harre der Dinge, die da kommen. Ob diese Dinge mir gefallen werden sei dahingestellt. Aber eines mache ich nicht: Ich werde mir selbst nicht untreu. Alles Weitere werde ich hier niederschreiben. Auf ein Neues, Kameraden !

 

16.01.2012

 

Nun denn, ich habe heute mal mit der Tante vom Jugendamt telefoniert...Hintergrund: es wird mir mal wieder verwehrt meine Tochter in 2 Wochen zu sehen...obwohl das "mein" Wochenende wäre.Ich habe am 23.März einen gemeinsamen Termin mit meiner Ex vor dem Jugendamt Schweinfurt .Dort werde ich klären, was zur Zeit Masse ist. Erwähnen muss ich, dass sich eben jene Tante gemeldet hat...2 Monate nachdem ich ihr eine Mail geschickt habe, dass ich nicht gewillt bin, die Umgangskontakte mit meiner Tochter auszusetzen und sie dafür die Verantwortung zu übernehmen hätte, da sie, hinter meinem Rücken wohl mit meiner ehemaligen Lebensgefährtin schon ein Konzept ausgearbeitet hat. Dieses wurde wohl mit keinem Wort erwähnt. Wieso auch, denn damit würde man seine Kompetenzen um einiges überschreiten.

Meine Ex hat wohl ein Konzept ausgearbeitet, wie wir den "ausgesetzten" Termin des Umgangsrechts am 27. Januar anders gestalten könnten. Ich warte auf Vorschläge. Ob ich den Vorschlag annehme sei dahingestellt. Da ich ihr nicht mehr vertraue, werde ich zukünftige Umgangskontakte genau prüfen (lassen) und abwägen, was ich denn machen soll. Weiteres später...

 

So denn, es gibt Neues zu berichten:

Nachdem sich meine Ex gesträubt hat, meine Tochter am 27. Januar "freizugeben" und mal wieder auf offener Strasse...natürlich vor dem Kind...eine Szene machen musste, habe ich mir doch mal einen kompetenten Anwalt in Aschaffenburg gesucht, den ich schon vor knapp 2 Jahren auf einem Vortrag der ISUV-Vereinigung kennengelernt habe. Dieser Anwalt konnte mir die Angst vor jedweden Konsequenzen seitens meiner Ex nehmen und mich beruhigen.

Am selben Abend wurde ich mit einem erneuten Anruf meiner Ex konfrontiert, in dem sie sich dermassen in der Tonart vergriffen hat...das nicht nur mir gegenüber, auch meine kleine Tochter wurde am anderen Ende der Leitung mit Schimpftiraden malträtiert, so dass sie ganz hysterisch zu schreien anfing. Und das nur, weil sie am 27. auf einen Kindergeburtstag eingeladen war, von dem ich vorher nichts wusste.  Am Abgabetermin vor knapp 2 Wochen wurde uns von meiner Ex mitgeteilt, dass sie meine Tochter nicht mehr vor deren Kur zu uns geben wollte.

In dem o.g. Telefongespräch drohte mir meine Ex sogar, sie würde mir das Sorgerecht entziehen lassen. Das wird doch sehr interessant...da ich nicht glaube, dass ich ihr einen Angriffspunkt biete.

Letzten Freitag bekam ich eine Mail von der netten Dame des Jugendamts Schweinfurt mit einer Regelung, die es mir erlaubt, meine Tochter doch am Freitag abzuholen. Und siehe da, heute, am 23.01. bekam ich einen Anruf...es ginge doch so alles in Ordnung...mal sehen was folgt, wenn offiziell wird, dass ich die Vereinbarung noch mal gerichtlich nachverhandeln lasse.

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